FIRMENGESCHICHTE

FIRMENGESCHICHTE

Es ist die Geschichte eines schwäbischen Familienunternehmens, das 1920 gegründet wurde, und sie spielt vor der Kulisse eines bewegten Jahrhunderts:

Man erlebt die Industrialisierung, wächst mit dem Boom der Textilindustrie und übersteht – als einer der wenigen – Krieg, Krisen, Inflationen und Globalisierung.

Natürlich gibt es Rück- und Schicksalsschläge, aber unternehmerischer Weitblick, technische Innovationen und strategische Korrekturen sind Teile des Erfolges.

20er

Mit 2.000 Mark, ein paar gebrauchten Rundstühlen und Nähmaschinen und einer großen Portion Mut

gründete der Strickmeister Karl Conzelmann mit seiner Frau Emilie im eigenen Wohnhaus das Unternehmen

und stellt Einsatzhemden her. Der Standort für das junge Unternehmen ist gut gewählt,

da in der Region bereits Nadelhersteller und Hersteller von Rundstrickmaschinen ansässig sind.

30er

Was im Wohnhaus begonnen hatte, wuchs und erfordert neue Räumlichkeiten.

Im Neubau in der Kleinen Straße in Tailfingen umfasst die Produktionspalette 1934 bereits Damen-, Herren und Kinderunterwäsche.

40er

Karl Conzelmann war kein Parteigenosse, daher wurde der Betrieb 1942 von der Partei stillgelegt.

Erst nach dem Krieg kann das Unternehmen – unter der Aufsicht der französischen Besatzungsmacht und

schwierigsten Umständen – wieder aufgebaut und 1947 wiedereröffnet werden.

50er

Eine schwierige Zeit des Neuanfangs und des Umbruchs begann, aber auch mit vielen Chancen.

Sohn Walter Conzelmann erkennt die Zeichen der Zeit und bietet ab 1952 seine Ware auch in Warenhäusern an.

1953 muss sich Karl Conzelmann jedoch aus gesundheitlichen Gründen aus der Geschäftsleitung zurückziehen,

bleibt jedoch noch lange Jahre beratend in der Firma. Sohn Walter, gerade mal 22 Jahre alt, übernimmt die Geschäftsleitung.

Er reduziert das Sortiment deutlich und konzentriert sich ab 1956 auf modische Damen- und Kinderunterwäsche.

Er baut das Exportgeschäft in die Schweiz, Frankreich und in die Benelux-Länder auf.

60er

In den 60er Jahren boomt die Wirtschaft – und Albstadt mit: Allein im schwäbischen Tailfingen existieren rund 100 Textilfirmen.

Das Unternehmen Karl Conzelmann lief gut. Ein entscheidender Vorteil gegenüber größeren Konkurrenten: Im Familienunternehmen konnten

Entscheidungen sehr schnell getroffen werden. 1967 stirbt Firmengründer Karl Conzelmann im Alter von 82 Jahren.

Walter Conzelmann führt das Unternehmen weiter, gemeinsam mit seinem Bruder Hans und ab 1969 mit der Schwester Anna Kißling.

70er

Die 70er Jahre sind anfangs noch geprägt von überdurchschnittlichem Wachstum und

Investitionen in eine hochmoderne Produktion: ab 1970 wird die Konfektion teilautomatisiert.

1971 baut Conzelmann ein neues Logistikzentrum und eine Strickerei am Reislebach und gründet mit Kollegen einen Ausrüstbetrieb und eine Textildruckerei.

Auch produktionstechnisch liegt man vorn: Mit der Umstellung von Chlorid- auf Wasserstoffperoxidbleiche beweist das Unternehmen bereits Umweltbewusstsein.

Als erstes Unternehmen weltweit bietet man Feinrippware in 20iger Teilung an (20 Maschen pro Inch).

Neben den technischen Innovationen kommt es 1979 zu einer wesentlichen markenstrategischen Weichenstellung: Die Marke Nina von C. wird eingetragen.

Ende der 70er Jahre werden die Zeiten der deutschen Textilindustrie schwieriger, es kommen immer mehr Importe aus Billiglohnländern.

80er

Daher setzt das Unternehmen vermehrt auf den Export und exportiert 55 % der Waren ins Ausland.

Weitere bauliche Vergrößerungen sind notwendig.

Die Firma investiert 1986 mit einem neuen CNC-Cutter und einer neuen Stanzmaschine in die Zuschnitttechnik.

90er

1991 lagert Karl Conzelmann erstmals Produktionsteile ins europäische Ausland aus und gründet einen Konfektionsbetrieb in Portugal.

Mit Doris Biedermann rückt 1994 die dritte Generation in die Geschäftsleitung auf.

Mit den 90ern hat sich das Frauenbild gewandelt und die Marke Nina von C. wird 1999 grundlegend neu positioniert.

2000

In der Folge werden zunehmend Nina von C.-Shops, Corners und Flagship-Flächen im Handel eröffnet,

flankiert von Großflächen-Werbekampagnen – der Bekanntheitsgrad der Marke Nina von C. steigt stetig.

2002 eröffnet das Unternehmen in Rumänien sein zweites Werk und investiert

2004 in eine neue CNC-Zuschnittanlage für Schlauch- und Breitware.

Nina von C. führt als neues Segment Loungewear ein.

2005 wird  Matthias Conzelmann weiterer Geschäftsführer.

2010

Das Unternehmen bringt das junge Label like it! auf den Markt.

In der Geschäftsführung komplettiert Martina Bandte das 3er Gespann der dritten

Generation. Seniorchef Walter Conzelmann steht immer noch beratend zur Seite.

Die Marke Nina von C wird strategisch neu ausgerichtet: Nina von C. wird emotionaler.

Der Claim „EIN TEIL VON MIR“ dokumentiert einerseits die Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen

und unterstreicht andererseits den einzigartigen Komfort der Wäsche für ihre Trägerinnen.

Die patentgeschützte Serie Pure Air wird eingeführt.

2020

Das Unternehmen darf sein 100-jähriges Bestehen feiern.